Espressomaschine | Barista Royal GmbH

Espressomaschine

Genießer auf der ganzen Welt können Angelo Moriondo dankbar sein: Der Italiener gilt offiziell als der Erfinder der Espressomaschine.

Prototypen existierten jedoch schon vor seiner Patentanmeldung, die ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht. Bei den zahlreichen Versuchen zuvor gelang es den Entwicklern nur bedingt, ausreichend Druck zu erzeugen, um das Wasser durch den Kaffee zu pressen. Heute gilt die hellbraune, schaumige Crema als Indiz für einen hervorragenden Espresso. Das war nicht immer so, denn anfangs fürchteten manche, dass es sich dabei um chemische Zusätze handelt. Als sich die Espressomaschine allerdings etablierte und zum Nonplusultra der Siebträger aufstieg, änderte sich diese Sichtweise freilich. Italienischer Kaffee erfreute sich damit rund um den Globus einer bis heute andauernden Beliebtheit. Alles Wissenswerte zur Espressomaschine erfährst Du hier, damit Du schon bald den „kleinen Schwarzen“ zuhause trinken kannst.

Funktionsweise einer Espressomaschine

Der hohe Druck unterscheidet eine Espressomaschine ganz besonders von einer klassischen Kaffeemaschine, bei der das Wasser langsam durch die Filtertüte tropft. Um das typisch italienische Getränk herzustellen, wird heißes Wasser mit besagtem, hohen Druck durch das Pulver gepresst. Dieser Vorgang dauert zumeist weniger als eine halbe Minute und hat zwei entscheidende Vorteile: Bitterstoffe können nicht ins Getränk gelangen und die Aromen werden extrahiert. Genau dadurch entsteht schließlich auch die charakteristische Crema als verlockender Schaum. 

Zur Espressomaschine gehört ein Siebträger, in den das Kaffeepulver hineingegeben wird. Der anschließende Schritt sieht vor, mit Hilfe eines Tampers, bei dem es sich um eine Art Stempel handelt, das Pulver zu verdichten. Somit lässt sich verhindern, dass das Kaffeemehl in der Brühkammer aufgewirbelt wird. Bei einem Vollautomaten erledigt das automatisch ein Stempel. Danach kann die Maschine das Wasser auf zumeist rund 90 Grad Celsius erhitzen und es durch das Pulver mit einem Druck von neun bar hindurchpressen. Dieser Druck lässt sich entweder mit Hilfe einer elektrischen Pumpe oder eines Hebels erzeugen. Serviert wird Espresso in den typischen kleinen

Espressomaschine - Barista Royal

Verschiedene Varianten von Espressomaschinen

Espressomaschinen lassen sich in verschiedene Formen unterscheiden. Sie alle verfügen über einen Behälter, in dem das Wasser zunächst auf die richtige Temperatur gebracht wird. Das kann auf verschiedene Weise geschehen.

Variante

Erklärung

Thermoblock

Bei Espressomaschinen, die einen Thermoblock besitzen, zieht sich ein spiralförmiges Rohr durch einen Aluminiumblock. Entlang dieses Rohres verläuft ein Heizstab. Auf diese Weise wird das Wasser im Rohr erwärmt, wobei sich das Prinzip mit einem Durchlauferhitzer vergleichen lässt. Für gewöhnlich erreichen Maschinen mit Thermoblock die erforderliche Temperatur schnell, können sie jedoch nicht lange auf einem konstanten Niveau halten.

Einkreiser

Etwas mehr Zeit zum Erhitzen benötigen die sogenannten Einkreiser, doch dafür sorgen sie für eine konstante Temperatur. Sie sind mit einem Boiler ausgestattet, wobei das Wasser in einem Kreislauf erhitzt wird. Nach Brühen des Espressos erhöhen diese Maschinen die Temperatur auf rund 125 Grad, um ausreichend Wasserdampf zum Schäumen entstehen zu lassen. Für den nächsten Espresso muss die Temperatur erst wieder auf etwa 90 Grad gesenkt werden.

Zweikreiser (Dualkreiser)

Ein Boiler ist auch für Zweikreiser typisch, doch hier gibt es – wie der Name es impliziert – zwei Leitungssysteme. Zunächst wird der Boiler auf eine Temperatur von 120 bis 130 Grad gebracht. Somit lässt sich der Dampfdruck zum Aufschäumen der Milch direkt entnehmen. Durch die andere Leitung bahnt sich das Brühwasser zum Zubereiten des Espressos seinen Weg. Wie die Einkreiser brauchen auch diese Modelle etwas Zeit zum Aufheizen, doch sie halten die Temperatur konstant. 

Dual-Boiler

Zwei Kessel kennzeichnen einen Dual-Boiler. In einem der beiden wird der Espresso aufgebrüht und im anderen die Milch aufgeschäumt. Indem diese beiden Kreisläufe vollkommen unabhängig voneinander arbeiten, lassen sich auch die jeweiligen Temperaturen separat regulieren.

Wie finde ich die richtige Espressomaschine?

Nachdem wir nun die einzelnen Varianten von Espressomaschinen präsentiert haben, stellen sich viele Interessierte vermutlich die Frage, für welche sie sich persönlich entscheiden sollen. Davon hängt unter anderem ab, wie oft Espresso genossen wird und ob womöglich noch andere Getränke gewünscht sind, welche die Maschine ebenfalls herstellen kann. 

All jene, in denen ein Barista schlummert und die Espresso besonders lieben, treffen mit einer Maschine die beste Wahl, die über eine manuelle Bedienung sowie eine Druckanzeige verfügt. Diese Modelle geben ihnen die Möglichkeit, die einzelnen Parameter selbst zu bestimmen. Von der Temperatur über den Druck bis zur Wassermenge können die Stellschrauben gedreht werden. Das lädt zum Experimentieren ein.

Die Espressomaschine mit Thermoblock oder alternativ einem Einkreis-System eignet sich für all jene, die sich eher zu den Gelegenheitstrinkern zählen. Folglich genügt auch ein kompakter Wasserbehälter, der dann zumeist ein Fassungsvermögen von einem Liter mitbringt. Idealerweise gibt es eine automatische Bedienung, wodurch sich der Nutzer einzig auf das Genießen konzentrieren darf.

Familien, die des Öfteren einen Espresso trinken und auch auf andere Spezialitäten wie einen Cappuccino nicht verzichten möchten, sind mit einem Dual-Boiler-Modell oder einer Maschine mit Dualkreis-System gut beraten. Sie erweisen sich auch dann als die beste Lösung, wenn des Öfteren Besuch empfangen wird. Daher darf der Tank gerne auch ein Volumen von zwei Litern mitbringen. Diese Geräte können je nach Ausführung zu den preisintensivsten gehören.    

Worauf sollte ich beim Kauf einer Espressomaschine achten?

Mit den verschiedenen Varianten an Espressomaschinen lässt sich bereits die grobe Richtung aufzeigen. Welches Modell es am Ende ganz konkret wird, hängt noch von weiteren Kriterien ab. Wir zeigen in der nachfolgenden Übersicht auf, welche dabei ganz entscheidend sind.

Kriterium

Erklärung

Größe

Welche Maße hat eigentlich eine Espressomaschine? Wenngleich das natürlich modellabhängig ist, gibt es dennoch gängige Richtwerte. Eine Höhe von 28 bis 30 Zentimetern gilt als recht weit verbreitet. Die Tiefe bewegt sich in etwa zwischen 25 und 30 Zentimetern. Merkliche Unterschiede kann es bei der Breite geben, die durchaus zwischen 15 und 25 Zentimetern variiert. Vor dem Kauf solltest Du prüfen, ob das auserkorene Modell auch wirklich an den dafür vorgesehenen Platz passt. 

Wasserbehälter

Die Wasserbehälter von Espressomaschinen bieten ein Volumen zwischen 1 Liter und 2,7 Litern. Für Vieltrinker sind dementsprechend größere Tanks sinnvoll. Generell besteht dadurch der Vorteil, dass das Nachfüllen weniger oft nötig ist. Eine gute Maschine zeichnet aus, dass sich der Behälter unkompliziert entnehmen lässt. 

Druck

Der Druck, den eine Espressomaschine erzeugt, sollte bei mindestens neun bar liegen. Des Weiteren lohnt ein Blick auf die Leistung, die idealerweise zwischen 800 und 1.000 kW beträgt. Einerseits bedeutet viel Power, dass umso mehr Kaffee hergestellt werden kann – andererseits ist das mit einem höheren Stromverbrauch verbunden.

Manuell oder automatisch?

Diese Frage ist mit einer weiteren Überlegung verbunden: Soll sich der Espresso möglichst professionell oder lieber besonders komfortabel herstellen lassen? Modelle mit manueller Bedienung setzen Feingefühl und tiefgehende Kenntnisse voraus. Hier muss der Nutzer die Wassermenge selbst bestimmen und die ideale Temperatur festlegen. Espressomaschinen mit automatischer Zubereitung übernehmen diese Schritte für den Kaffeegenießer. 

Integrierte Mühle

Sie haben eher Seltenheitswert: Die Rede ist von Espressomaschinen mit einer integrierten Mühle. Wer sich jedoch für ein solches Gerät entscheidet, hat einen klaren Vorteil, denn die Bohnen werden direkt vor der Zubereitung zerkleinert. Das gewährleistet ein intensiveres Aroma als mit bereits fertig gemahlenem Pulver. Alternativ dazu lässt sich selbstverständlich eine Kaffeemühle separat hinzukaufen, um diesen Effekt zu erzeugen.

Siebträger

Sie gehören zur Standardausstattung einer Espressomaschine. Siebträger verfügen zumeist über Griffe aus Kunststoff, damit sie trotz der hohen Temperaturen ohne Probleme herausgenommen werden können. Beim Hauptmaterial handelt es sich unterdessen in der Regel um Messing. Ist die Maschine darauf ausgerichtet, eine oder zwei Tassen gleichzeitig zuzubereiten, befinden sich mehrere Siebe im Lieferumfang. 

Milchaufschäumer

Schon einmal etwas von einer Dampfpflanze gehört? Womöglich noch nicht, doch unter einer Düse zum Milchaufschäumen kann sich jeder etwas vorstellen. Auch diese Komponente ist praktisch immer standesgemäß. Hier tritt Dampf aus, wodurch die Milch für den Espresso aufgeschäumt wird. Alternativ dazu gibt es einen integrierten Aufschäumer, der über einen separaten Tank verfügt. Die dort eingefüllte Flüssigkeit wird verquirlt.  

Extras

Inwieweit Extras gewünscht sind, hängt von den eigenen Ansprüchen ab. Mit steigendem Preis bieten die Espressomaschinen naturgemäß noch mehr Komfort. Eine besonders leichte Bedienung versprechen etwa Touchscreen-Panels, die aber freilich kein Muss darstellen. Hilfreich ist eine Wasserstandsanzeige, anhand der sich sofort erkennen lässt, dass der Tank aufgefüllt werden sollte. Und wenn wir schon beim Wasser sind: Manche Maschinen messen die Temperatur und regulieren sie eigenständig. Eine Abschaltautomatik sorgt dafür, dass das Gerät nach einer gewissen Zeit ohne Nutzung deaktiviert wird.

Espressomaschine reinigen: So geht’s

Espressomaschine reinigen - Barista Royal

Etwas Eigeninitiative ist in den meisten Fällen gefragt, wenn es um das Reinigen einer Espressomaschine geht. Anders als viele Vollautomaten säubern sich diese Modelle nicht von allein. Doch der Aufwand bleibt überschaubar. Welche Arbeitsschritte hierbei wichtig sind, verraten wir Dir in diesem abschließenden Kapitel. 

Nach einer regelmäßigen Reinigung verlangt die Düse des Milchaufschäumers. Das gelingt beispielsweise mit Hilfe eines kurzen Dampfstoßes durch das Ventil. Alternativ dazu lässt sich einfach ein feuchtes Tuch zum Abwischen verwenden. Wir empfehlen zudem das sogenannten „Flushen“. Das bedeutet, dass nach einer zubereiteten Tasse Espresso etwas Wasser durchläuft, während der Siebträger herausgenommen wurde. Dadurch lösen sich Espressorückstände aus der Brühgruppe. 

Nach mehrmaliger Nutzung solltest Du das Sieb mit Wasser abspülen und den Siebträger ebenfalls mit einem feuchten Tuch auswischen. Auf diese Weise vermeidest Du, dass sich Kaffeeöle festsetzen. Der Auffangbehälter für die Kaffeereste muss regelmäßig geleert werden, damit sich kein Rost bildet. Nutze ein Blindsieb, um die Brühgruppe der Espressomaschine zu säubern. Gib es in den Siebträger und füge Kaffeefettlöser hinzu. Drücke dann die Taste, als wenn Du Dir ein Heißgetränk zubereiten würdest. Dabei reinigt das Gerät seine Brühgruppe und spült sie durch. Zwischen zwei und vier Mal jährlich ist außerdem das Entkalken ratsam. Wie häufig Du das tun musst, richtet sich nach der jeweiligen Wasserqualität an Deinem Wohnort.