Setze deinem Kaffeegenuss die Krone auf: Mit einem Milchaufschäumer veredelst du das Getränk und verfeinerst damit Spezialitäten wie Cappuccino oder Latte Macchiato. Wenn du keinen Vollautomaten, sondern eine klassische Filtermaschine, eine Pad- oder Kapselmaschine nutzt, benötigst du unter Umständen einen Milchaufschäumer. Wir verraten dir auf dieser Seite, welche verschiedenen Arten es gibt, was Du beim Kauf berücksichtigen solltest und wie du den perfekten Schaum erzeugst.

 

 

 

Milchaufschäumer: Unverzichtbares Tool oder unnötiges Extra?

Inwiefern eine solche Anschaffung Sinn macht, hängt in ganz entscheidendem Maße von den persönlichen Präferenzen ab. Liebhaber von Espresso oder einfachem schwarzen Kaffee benötigen ein derartiges Tool nicht in ihrem Haushalt. Seine Dienste sind auch dann nicht gefragt, wenn du einen Vollautomaten oder eine Siebträgermaschine nutzt. Diese Geräte kümmern sich dann bereits eigenständig um das Erzeugen des Schaums – entweder mit einem integrierten Milchschaumsystem oder mit einer Dampfdüse.

Alle anderen, die beispielsweise Latte Macchiato, Cappuccino und weitere Spezialitäten mit Schaum lieben, sollten auf ein solches Extra nicht verzichten. Übrigens eignen sich Milchaufschäumer nicht nur für derartige Klassiker, sondern auch für exotische Getränke. Matcha Latte, Irish Coffee, Iced Latte oder Pumpkin Spice Latte sind nur ein paar Beispiele. Letztlich empfehlen wir einen Aufschäumer durchaus auch Familien mit jungem Nachwuchs. Sie können etwa einen leckeren Kakao mit Milchschaum noch schmackhafter machen oder ihre Knirpse mit einem Babyccino verwöhnen.

So gelingt der perfekte Milchschaum

Es mag keine Überraschung sein: Milchschaum besteht einerseits aus Milch und andererseits aus Luft. Durch das Unterheben und Verteilen der Luft wird er überhaupt erst erzeugt. Doch was geschieht ganz genau beim Aufschäumen? Die in der Milch enthaltenen Fette und Proteine werden durcheinandergewirbelt, wobei sie bestenfalls noch Luftbläschen umschließen. Perfekten Schaum zeichnet aus, dass er bei jedem Schluck etwas mitgeht und nicht etwa am Rand der Tasse oder des Glases hängenbleibt. Seine Konsistenz ist sämig, feinporig und cremig. Damit genau dieses Ergebnis entsteht, ist kalte Milch als Ausgangsprodukt notwendig. Die Aufschäumtemperatur sollte im Idealbereich von 65 Grad Celsius liegen.

Erfahrungsgemäß entstehen zwei Probleme relativ häufig. Wir erklären, welche das sind und wie du ihnen entgegenwirkst. Eines davon ist ein zu fester Schaum, der von seinen Eigenschaften schon eher an Eischnee erinnert. Wer dieses Phänomen beobachtet, hat entweder schon vorab zu warme Milch genutzt oder sie ist bei der Zubereitung zu stark erwärmt worden. Die Temperatur sollte nicht über 70 Grad Celsius liegen. Ansonsten zerstörst du die enthaltenen Eiweißmoleküle und der Schaum nimmt die besagte, feste Konsistenz an.

Ein anderes Ärgernis ist das genaue Gegenteil: Der Milchschaum zeigt sich noch zu flüssig. Daraufhin zerfällt er zügig. Oftmals liegt das an der verwendeten Milch. Nicht zu empfehlen ist unbehandelte Frischmilch – so gesund sie auch sein mag, so eignet sie sich jedoch nicht zum Aufschäumen. Greife stattdessen auf H-Milch zurück und achte auf den Fett- sowie Eiweißgehalt. Optimal ist ein Fettgehalt von 3,5 Prozent, wobei auch der Proteinanteil in einem vergleichbaren Bereich liegen sollte.

Das macht einen guten Milchaufschäumer aus

Wie gut verrichtet ein Milchaufschäumer seinen Dienst? Das stellt sich erst dann heraus, wenn er im Einsatz ist. Wir empfehlen vor dem Kauf, sich anhand von Erfahrungen und Bewertungen anderer Nutzer einen besseren Eindruck zu verschaffen. Hinzu kommt, dass jeder Kaufinteressent etwas andere Erwartungen an das Gerät hat. Für manchen spielt womöglich das Design eine wichtige Rolle, während ein anderer kritischer auf die Maße achtet.

Milchaufschäumer arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. In der sogenannten Ziehphase, die bis zu einer Grenze von knapp 40 Grad reicht, pumpt das Gerät Luft in die Milch. Das regt die Bildung von Bläschen an. Es folgt die Rollphase, die idealerweise Temperaturen über 65 Grad nicht überschreitet. Hier ist das Ziel, den Schaum zu festigen und ihm eine möglichst gleichmäßige Struktur zu verleihen. Die Milch schlägt dafür Wellen, wobei der fertige Schaum vielfach unter die erwärmte Milch gerollt wird.

Grundsätzlich empfehlen wir vor dem Kauf eines Milchaufschäumers, auf folgende Kriterien etwas genauer zu achten: Das Fassungsvermögen, das Handling, die Größe sowie je nach Bedarf auch das Design. Darüber hinaus sollte sich der kleine Helfer möglichst einfach reinigen lassen und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.

Verschiedene Arten von Milchaufschäumern

Wir haben schon verraten, nach welchem Prinzip Milchaufschäumer im Allgemeinen arbeiten. Bislang sind wir aber noch nicht auf die verschiedenen Arten eingegangen. Genau das holen wir jetzt nach. Wir wollen damit einen besseren Überblick zu den jeweiligen Stärken geben und dir die Entscheidung vielleicht etwas erleichtern, welcher Typ für dich in Frage kommt.

Handbetriebene Milchaufschäumer

Beim handbetriebenen Milchaufschäumer bist du von einem Stromanschluss oder einer Batterie völlig unabhängig. Stattdessen ist etwas mehr Eigeninitiative gefragt. Bei diesen Geräten wird Milch in einen Behälter gegossen. In diesem befindet sich ein feines Sieb. Durch Muskelkraft pumpst du das Sieb auf und ab und erzeugst damit den Effekt, dass Luft unter die Milch gebracht wird. Je länger du das tust, umso fester ist die Konsistenz des Schaums im Endergebnis. Häufig erweist sich der Behälter als so hitzebeständig, dass er sich zum Aufwärmen der Milch auf den Herd stellen lässt. Das gestaltet die Zubereitung etwas komfortabler, denn somit ist kein vorheriges Erhitzen in einem anderen Gefäß mit anschließendem Umfüllen nötig.

Vorteile: zumeist kompakt und leicht verstaubar (auch für Reisen geeignet), unabhängig von Energiequellen, simples Reinigen, da keine Elektronik vorhanden ist, preisgünstigste Lösung

Nachteile: je länger die Zubereitung dauert, umso anstrengender kann der Vorgang sein, etwas Feingefühl ist gefragt, damit die Milch nicht aus dem Behälter tritt, (zeit-)aufwändiger als andere Methoden

Elektrische Milchaufschäumer

In aller Regel sind elektrische Milchaufschäumer aus Kunststoff oder Metall gefertigt. Modelle dieser Art verfügen über einen Behälter, der auf einem Heizelement platziert ist. Die Zubereitung gestaltet sich denkbar komfortabel: Die Milch muss lediglich in das Gefäß gefüllt werden. Nach dem Einschalten des Geräts sorgt es mit Heizelementen und Rühreinsätzen für ein möglichst schnelles Aufschäumen. Je nach Leistung und der Menge ist der Vorgang nach einer Minute oder wenigen Minuten abgeschlossen.

Empfehlenswert ist es, beim Kauf elektrischer Milchaufschäumer darauf zu achten, dass es Füllmarken gibt, welche die Dosierung erleichtern. Ebenso sollte sich das Gefäß vom Heizelement abnehmen lassen, um es komfortabel zu reinigen – idealerweise in der Spülmaschine. Für besondere Langlebigkeit sprechen Materialien wie gebürsteter Edelstahl oder Hochglanzedelstahl, welche zumeist noch mit einer Antihaftbeschichtung versehen sind. Es gibt im Übrigen auch elektrische Milchaufschäumer, bei denen das Erwärmen nicht obligatorisch ist – dann gelingt auch das Zubereiten von kaltem Schaum.

Vorteile: schnelles und unkompliziertes Verfahren, Aufwärmen und Schäumen geschieht automatisch, optional mit Kaltschaumfunktion, gerade für größere Mengen geeignet

Nachteile: preisintensivere Anschaffung, Reinigung kann sich je nach Beschaffenheit als etwas kompliziert herausstellen

Batteriebetriebene Milchaufschäumer

Komplettiert wird das Trio der Milchaufschäumer durch die batteriebetriebenen Modelle. Der Einfachheit halber ist oftmals von einem Quirl die Rede. Er eignet sich nicht nur für das Aufschäumen von Milch, sondern kann auch andere Lebensmittel wie Soßen auflockern. Batterien sind die Energiequelle, um eine Drehspirale anzutreiben. Diese Spule erledigt das Aufschäumen – was bei diesem Vorgang allerdings nicht geschieht, ist das Aufwärmen.

Sofern nicht schon ein geeignetes Gefäß zur Ausstattung gehört, macht deswegen die Anschaffung eines hitzebeständigen Kännchens Sinn. Darin muss die Milch zunächst auf die passende Temperatur gebracht werden, bevor der Quirl seine Arbeit verrichtet. Wir möchten darauf hinweisen, dass batteriebetriebene Milchaufschäumer nicht unbedingt die erste Wahl sein sollten. Sie entwickeln nicht die Kraft, die ein elektrisches Modell leistet. Darunter leidet oftmals die Qualität des Schaums, der dann eine leicht wässrige Konsistenz zeigt. Wer sich dennoch dafür interessiert, achtet bei der Auswahl darauf, dass der Quirl aus Edelstahl besteht – das spricht für die Langlebigkeit, die ansonsten bei batteriebetriebenen Aufschäumern nicht obligatorisch ist.

Vorteile: sehr preiswerte Anschaffung, kompakt und damit platzsparend, Unabhängigkeit vom Stromnetz, sodass es eine Lösung für unterwegs sein kann, unkompliziertes Säubern

Nachteile: verfügt über eingeschränkte Leistung, eher für geringe Mengen Milchschaum bestimmt, Konsistenz des Schaums kann wässrig sein, zusätzliches Erwärmen der Milch erforderlich, bedingte Langlebigkeit

 

 

 

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