In diesem Fall muss eine alte Redewendung etwas angepasst werden: Das Auge trinkt mit. Bei der Chemex trifft das einzigartige Design dieser speziellen Karaffe auf einen hervorragenden Kaffee. Die dazugehörige Erfindung reicht schon einige Jahrzehnte zurück und erlebt gerade heute angesichts der Third-Wave-Kaffeekultur eine echte Renaissance. Auf dieser Seite werfen wir einen detaillierten Blick auf diese besondere Kanne.

Das im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Unternehmen Chemex hat sich dem gleichnamigen Produkt des Chemikers Peter Schlumbohm aus dem Jahr 1939 angenommen. Er erfand eine manuelle Filterkaffeemaschine aus Glas. Neben dieser besonderen Karaffe bietet die Marke einen exklusiven Papierfilter an, der bis zu 30 Prozent dicker als herkömmliche Varianten ist und dem Kaffee erlaubt, sein Aroma voll zu entfalten. Hier findest du die besten Chemex Produkte:

 

 

 

Die Geschichte hinter der Chemex

Der Name Peter Schlumbohm ist vermutlich nur passionierten Kaffeekennern ein Begriff. Als Deutscher wanderte er in die USA aus und entwickelte 1939 eine innovative Glaskanne, die ihm 1941 als Erfindung anerkannt wurde. Der Ingenieur hatte die Idee für einen möglichst alltagstauglichen Kaffeebereiter, welcher obendrein noch ansprechend aussehen sollte. Es schlug die Geburtsstunde der Chemex. Angelehnt ist sie von ihrer Optik durchaus an eine Sanduhr. Die dazugehörigen klaren Linien erinnern an den Bauhaus-Stil. Und so kam es, dass Schlumbohms Erfindung 1943 als Produkt mit dem besten Design im Museum of Modern Art (MoMa) in New York landete. Neben der Karaffe ist ebenso der dazugehörige Papierfilter essenziell. 

Der Kaffeebereiter kam zur rechten Zeit, denn Anfang der 1940er-Jahre fehlte es durch den Zweiten Weltkrieg an Materialien wie Aluminium und Chrom. Die bis dato gängigen Modelle ließen sich daher nicht mehr wie gewohnt herstellen. Für die Chemex sind lediglich Holz und vor allem Glas notwendig und damit konnte sie einen Bedarf decken. Heute erlebt sie gewissermaßen ihren zweiten Frühling. Grund dafür ist die Third-Wave-Kaffeekultur, die das schwarze Heißgetränk wieder als Genussmittel in den Fokus rückt. Im Zuge dessen etablieren sich auch zunehmend wieder Handfiltermethoden für die Zubereitung.

Darum ist Chemex Kaffee so besonders

Die Chemex Karaffe ist nicht nur eine Innovation, sondern auch ein unerlässliches Zubehör. Für den Kaffeebereiter wurden spezielle Papierfilter entwickelt, welche um 20 bis 30 Prozent dicker sind als herkömmliche Filter. Außerdem kennzeichnet sie eine sehr feinporige Struktur, die Kleinstpartikel und Öle beim Brühen zurückhält. Natürlich hat das Einfluss auf den Kaffee, der sehr klar ist und den Gaumen mit einer natürlichen Süße verwöhnt. Wer also ein möglichst aromatisches Getränk wünscht, ist mit der Chemex bestens beraten.

Aber auch die Glaskanne selbst verkörpert eine Besonderheit, da sie mit Vielseitigkeit besticht. Ihr Glas ist so konzipiert, dass es keine fremden Aromen annimmt. Somit lassen sich auch andere Getränke zubereiten, wobei Tee als plakatives Beispiel dient. Oder du wirst kreativ und probierst Dich an einer Kaffeespezialität aus: Der „Ice Brew“ ist eine ideale Erfrischung an wärmeren Tagen. Das dafür verwendete Wasser wird zur Hälfte in Form von Eiswürfeln in die Karaffe gefüllt. Die andere Hälfte dient zum Brühen. Der dabei entstehende Kaffee tropft anschließend auf das Eis, wodurch sich seine Temperatur schnell reduziert.

Die Komponenten der Chemex Karaffe

Essenziell für eine Chemex Karaffe ist zunächst das Glas. Hierfür wird ganz konkret Brosiikatglas verwendet. Es kommt vorrangig in Laboren zum Einsatz, da es sowohl temperatur-, als auch hitzebeständig ist – und sich somit auch perfekt für die Kaffeezubereitung eignet. Immerhin kann das Getränk in ganzer Reinheit genossen werden, ohne dass ungewünschte Aromen oder Gerüche stören. Jede Chemex besitzt an ihrem oberen Rand eine kleine Ausbuchtung. Sie erleichtert das Ausgießen des Kaffees ohne zu tropfen und außerdem kann der beim Brühen entstehende Wasserdampf dadurch entweichen.

Die zweite wichtige Komponente der Chemex ist die Holzmanschette. Sie umschließt die Karaffe und ist in erster Linie dafür da, damit der Kaffeegenießer keine heißen Finger bekommt. Im Übrigen besteht diese Manschette aus zwei Teilen, wobei sie ein Lederband zusammenhält. Zum Reinigen der Kanne können das Band und die Ummantelung abgenommen werden – so bestreitet die Chemex den Weg in die Spülmaschine.

Kaffee mit der Chemex zubereiten

Nun willst du es natürlich ganz genau erfahren: Wie bereite ich Kaffee mit der Chemex zu? Jeder Genießer weiß, dass nur frisch gemahlene Bohnen das Maximum an Aromen gewährleisten. Deswegen ist als erster Schritt das Mahlen vorgesehen, bei dem du einen leicht groben oder mittleren Grad wählst. Um Dir hierbei eine Orientierung zu geben, weisen wir darauf hin, dass die Struktur der zerkleinerten Bohnen mit Tafelsalz zu vergleichen sein sollte.

Dann setzt du den Wasserkocher in Gang. Während dieser aufheizt, legst du das Filterpapier ein. Wichtig ist, dass du ausschließlich dafür vorgesehene Chemex Filter verwendest. Durch Ihre feinporige Struktur und ihre Dicke sorgen sie für den klaren Kaffeegeschmack, für den diese Zubereitungsmethode geschätzt wird. Außerdem sind die Filter dadurch gekennzeichnet, dass sie nach unten hin konisch zulaufen und somit eine gleichmäßige Extraktion ermöglichen. Beim Einsetzen ist lediglich zu beachten, dass die dreilagige Seite nach vorne zeigt.

Das heiße Wasser spülst du nun durch den Filter. Der minimale Eigengeschmack verschwindet dadurch und zugleich wärmst du die Kanne vor. Danach schüttest du dieses Wasser wieder aus. In Folge dessen gibst du das Kaffeepulver in den Filter. Darauf gießt du zunächst nur etwas Wasser mit kreisförmigen Bewegungen darüber. Dieser Schritt wird als „Blooming“ bezeichnet. Dadurch tritt Kohlendioxid aus dem Kaffee aus. Er wird auf diesem Wege schwerer und haftet besser am Chemex-Filter. Damit erreichst du eine möglichst gleichmäßige Extraktion der Aromen.

Nach einer Wartezeit von etwa einer halben Minute gibst du das restliche Wasser ebenfalls in kreisenden Bewegungen über das Kaffeepulver. Im Idealfall tust du das in einem Tempo, bei dem der Filterprozess nicht unterbrochen wird. Letztlich sollte der Kaffee in der Kanne nicht weiter als einen Zentimeter unter den Rand reichen. Sobald der letzte Tropfen durchgesickert ist, entfernst du den Filter, während Dir bereits der verlockende Kaffeeduft in die Nase steigt. Du bist bereit zum Genießen.

 

 

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