Die Geschichte des Kaffees

Kaffeemühle

Die Geschichte des Kaffees

Beschäftigt man sich mit der Historie von Genuss und Genussmitteln, so stößt man mitunter auf die aufregendsten Geschichten. Von Mythen und Sagen, über nachgewiesene Fakten ist alles dabei. Kein Wunder! Denn wie bei einer leckeren Tasse Kaffee oder einem guten Glas Wein wäre eine eindimensionale Geschichte doch langweilig. Aber bevor wir hier mit der Kaffeesatzleserei beginnen, nehmt euch kurz Zeit und habt Spaß mit uns. Wir erzählen euch die aufregende Geschichte von der Entdeckung des Kaffees – nicht wissenschaftlich, aber dafür umso belebender!

Kaffee Hirte Kaldi aus Kaffa – Der Entdecker des Kaffees!

Nach einer uralten Legende geht die Entdeckungsreise des Kaffees in den Südwesten des heutigen Äthiopiens. Im Hochland des damaligen Königreich Kaffa sollen Ziegen durch ihr besonderes Verhalten aufgefallen sein. Um genau zu sein, sei dem Hirten Kaldi aufgefallen, dass einige seiner Ziegen nachts immer weniger schliefen. Wenn Kaldi längst die Augen zu fielen, scharrten die Ziegen noch vor seinem Schlafgemach aufgeweckt mit den Füßen, rannten umher oder vergnügten sich. Bei genauer Beobachtung fiel Kaldi auf, dass die besonders wachen Ziegen tagsüber die roten Beeren eines Strauchs mit weißen Blüten aßen. Kaldi wollte es genauer wissen – er probierte die Beeren selbst und stellte auch bei sich eine wachmachende und anregende Wirkung fest.

Schnell sprach sich Kaldis Entdeckung herum und eine Gruppe von Mönchen entschloss sich der Sache nachzugehen. Während Kaldi die Reste der Früchte ins Feuer spuckte und durch das Wahrnehmen des angenehmen Duftes die Idee des Kaffeeröstens entdeckt haben soll, kochten die Mönche ihr eigenes Süppchen. Sie vermischten reife Früchte und grüne Kaffeebohnen, kochten sie auf und verspürten ebenfalls eine angenehme und belebende Wirkung. Das Rezept dazu wurde schließlich erstmals im 9. Jahrhundert schriftlich festgehalten.

Reife und unreife Kaffeebohnen

Reife und unreife Kaffeebohnen (Foto: Rodrigo Flores on Unsplash)

 

Mehr als eine Kaffeefahrt: Von Äthiopien in die Welt – kleine Bohne, großer Entdecker!

Barista Royal sind sich einig: Die kleine Kaffeebohne hat es der ganzen Welt so richtig gezeigt. Von wegen kleine Bohne! In nahezu jedem Land wird heute Kaffee getrunken. Aber wie hat es der Kaffee aus Äthiopien herausgeschafft? Wie seine erfolgreiche Welttournee begonnen? Ladies and Gentlemen, vermutlich im 14. Jahrhundert ist der Kaffee im Rahmen von Sklavenhandel nach Arabien geschmuggelt worden. Dort wurde er geröstet und verkostet. Einen Knotenpunkt, sozusagen einen Umschlagplatz, bot die Hafenstadt Mocha bzw. Mokka (heute al Mukha im Jemen).

Oldschool? Traditionelle Kaffee-Zubereitung

Bevor es in der Geschichte weitergeht wollen wir kurz auf die traditionell-äthiopische Zubereitung des Kaffees eingehen. Nach der Ernte der Bohnen wurden diese vermutlich in großen Pfannen vor offenem Feuer geröstet, bis die Kaffeeröster einen angenehmen Geruch verspüren konnten. Anschließend wurden die knusprigen Bohnen nach dem Abkühlen zerkleinert, gemörsert oder gemahlen. Pur in Wasser oder versüßt mit Zucker wurde der Kaffee dann in Tonkrügen aufgekocht und in Kaffeezeremonien in Schälchen serviert – der erste Kaffeekranz. Und wie hat man nett nach einer Tasse Kaffee gefragt? Vermutlich zu Beginn am besten auf Arabisch. Dort lässt sich der Wortursprung auf „qahwa“ zurückführen, der dem türkischen kahve ähnelt und in Italien zum caffè in Italien, dem café in Frankreich und schließlich zu Kaffee in Deutschland durchsetzte. Dies dauerte allerdings ein bisschen, denn zunächst war in Deutschland das englische Wort Coffee gebräuchlich.

Röstung der Kaffeebohnen

Die Röstung der Kaffeebohnen in der Pfanne (Foto: Aleksandar Pasaric from Pexels)

Kaffeekultur im osmanischen Reich und der Weg der Bohne nach Europa

Im 16. Jahrhundert wuchs die Bedeutung des Kaffees im osmanischen Reiches stark an und erste Kaffeehäuser wurden eröffnet. Diese stießen allerdings nicht ausschließlich auf Befürworter. In Mekka wurde Kaffeekonsum beispielsweise zeitweilig verboten, strafrechtlich verfolgt und Kaffeehäuser geschlossen. Aufgehalten werden konnte das leckere Brühgetränk jedoch nicht. Kaffee wird häufig auch positive Kräfte auf die Kreativität zugeschrieben – wer kann das bezweifeln, haben ehemalige Kaffeebar Besitzer während des Kaffeeverbotes in Istanbuls ihre Läden beispielsweise als Barbiere getarnt und ihren Gästen während der Rasur ein Tässchen köstlichen Kaffee serviert.

Nachde)m erste reisende Europäer bereits im 16. Jahrhundert in Kontakt mit Kaffee gekommen sind und zu Hause davon berichteten, erreichte die erste nennenswerte Kaffeewelle Europa ab Mitte des 17. Jahrhunderts. Es entstanden Kaffeehäuser in Italien, Frankreich und England. Später folgten weitere Nachbarländer wie die Niederlande, Österreich und Deutschland.

Ein Kaffeehaus

Ein Kaffeehaus (Foto: Snapwire from Pexels)

 

Die steigende Nachfrage begünstigte weitere Anbaugebiete

Mit dem zunehmenden Kaffeegenuss in Europa und dem Ziel eigenen Anbau zu betreiben brachten vor allem die Kolonial- und Seefahrerländer fruchtbare Bohnen oder junge Pflanzen in zahlreiche Länder. Einige von ihnen zählen noch heute zu den wichtigsten Anbaugebieten weltweit. So wurde der Kaffeeanbau Brasiliens beispielsweise auf Initiative der Portugiesen, auf Martinique und in Cayenne durch die Franzosen und zeitlich vorgelagert in Ceylon und auf Java durch die Niederländer gestartet. Heute ist Brasilien der mengenmäßig größte Kaffeeerzeuger (ca. 2,6 Mio. Tonnen im Jahr) und produziert knapp sechs Mal so viel Kaffee wie Äthiopien. Zu einem großen Teil auch preiswerten Robusta (lesen Sie hier mehr über die Unterschiede der Kaffeesorten Arabica und Robusta).

Unsere Geschichtsträchtigen Kaffees und Espressi

Barista Royal Espressi

Barista Royal Kaffees

 

Ihr möchtet mehr über Kaffee erfahren? Seht euch auch unsere anderen Blogbeiträge an und schreibt uns bei neuen Ideen.

 

Leckeren Kaffee online kaufen? Seht euch in unserem Shop um. Zusammen mit unseren Rösterinnen und Röstern der Lebenshilfe Werkstätten kreieren wir handwerkliche Espressi und Kaffees. Handselektion und langsame Trommelröstung führen zu bestem Geschmack und noch dazu wird mit jedem Verkauf die Inklusion von Menschen mit Behinderung unterstützt.

Viele Grüße

Euer Team von Barista Royal

 

 

 Unser Dank für die Bereitstellung von Fotos geht an:

Ashkan Forouzani auf Unsplash

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfeld sind markiert und müssen ausgefüllt werden. *