Oftmals glänzen sie in Edelstahloptik, erinnern an den zurückliegenden Italien-Urlaub und vor allem erzeugen sie eines: hervorragend schmeckenden Espresso. Dieser Genuss muss kein seltenes Highlight im Jahresverlauf bleiben. Hole Dir diese mediterrane Köstlichkeit in die eigenen vier Wände. Mit einer Siebträgermaschine bereitest du den kleinen Schwarzen wie ein echter Barista zu. Wir geben dir die nötigen Richtlinien an die Hand, mit denen du dich für das zu dir passende Modell entscheiden und mehr über diese Kaffeekunst lernen kannst.    

 

 

Siebträgermaschine: So entsteht echter italienischer Espresso

Um den unvergleichlichen Espresso in den eigenen vier Wänden zuzubereiten, benötigst du frische Bohnen, eine Kaffeemühle mit einem feinen Mahlgrad, einen Tamper sowie als wichtigste Komponente eine Siebträgermaschine. Diese Geräte kennzeichnet ein herausnehmbares Sieb und eine manuelle Bedienung. In erster Linie bereitest du damit Espresso zu, doch auch Latte Macchiato, Cappuccino und weitere Spezialitäten sind möglich. Im nachfolgenden verraten wir dir die allgemeine Funktionsweise einer Siebträgermaschine.

 

Die Funktionsweise einer Siebträgermaschine

Zunächst füllst Du Wasser in den dafür vorgesehenen Behälter der Siebträgermaschine. Dort sorgt ein Heizsystem oder ein Wärmetauscher dafür, dass es Temperaturen um die 96 Grad Celsius erreicht. Mit einem Druck von 9 bis 15 bar wird das Wasser im Anschluss durch fein gemahlenes Espressopulver gepresst. Diesen Druck erzeugt entweder eine elektrische Pumpe oder alternativ ein mechanischer Hebel. Der gewünschte Nebeneffekt ist dabei die beliebte Crema, der goldbraune Schaum, der den Espresso veredelt. Die Funktionsweise der Siebträgermaschine hat zudem den Vorteil, dass kaum Bitterstoffe aus dem gemahlenen Kaffee gelöst werden – dafür nimmt das Wasser jedoch ein starkes Aroma an. Hier findest du eine Anleitung zur Zubereitung des perfekten Espresso.

 

Worauf es bei der Espressozubereitung mit Siebträgermaschine ankommt

Um den perfekten Espresso zu erzeugen, spielen im Wesentlichen drei Kriterien eine entscheidende Rolle. Hier bedarf es durchaus etwas Übung und womöglich einiger Versuche, um die ideale Justierung zu finden, die den persönlichen Ansprüchen gerecht wird. Einer dieser Faktoren ist der Mahlgrad des Pulvers. Generell lässt sich ein sehr feiner Mahlgrad für Espresso empfehlen. Das liegt an der Kontaktzeit des Wassers – je kürzer diese ist, umso feiner sollte das Pulver sein. Idealerweise beginnst Du mit einem mittelfeinen Mahlgrad und tastest dich allmählich heran.

Schmeckt der Espresso zu sauer, muss das Pulver feiner gemahlt werden. Schmeckt er bitter, muss es grober gemahlt werden. 

Achtung bitte – und das ist das zweite Kriterium – auf die richtige Kompression des Kaffeemehls. Es darf nicht ungleichmäßig oder zu fest gepresst werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Qualität des Getränks darunter leidet. Ein gleichmäßiges Tampern ist daher essenziell. Somit lässt sich gewährleisten, dass das Wasser an jeder Stelle des Brühsiebs auf den gleichen Widerstand trifft. Eine ungleichmäßige Verteilung hätte wiederum zur Folge, dass sich das Wasser den schnellsten Weg sucht (Channeling). Der Espresso könnte dann unter Umständen unterextrahiert sein und fad schmecken.

Komplettiert wird das Trio der wichtigen Kriterien durch folgenden Hinweis: 25 bis 30 Sekunden – das ist die optimale Brühzeit für den perfekten Espresso, wobei die Menge zwischen 20 und 25 Millilitern beträgt. Die Menge des Pulvers sollte sich zwischen sieben und neun Gramm für einen Single Shot und zwischen 12 und 18 Gramm für einen Doppio bewegen.

 

Arten von Siebträgermaschinen

Es gibt verschiedene Arten von Siebträgermaschinen, die wir in diesem Kapitel einmal etwas detaillierter vorstellen möchten. Da sie über lediglich einen Wasserkreislauf verfügen, werden die Modelle der ersten Kategorie als Einkreisermaschinen bezeichnet. Darüber erfolgt sowohl die Extraktion des Kaffees, als auch das Erzeugen des Wasserdampfs für den Milchschau. Sie arbeiten vergleichsweise langsam, da zwei verschiedene Temperaturen erforderlich sind: Rund 96 Grad werden für den Espresso benötigt. Für den Wasserdampf muss die Temperatur unterdessen auf etwa 120 Grad ansteigen. Der Vorteil sogenannter Einkreisermaschinen besteht unter anderem darin, dass sie zumeist recht kompakt gehalten sind und oftmals schneller aufheizen als Zweikreiser.

Zweikreisermaschinen verfügen demnach über zwei separate Wasserkreisläufe, sodass damit der Kaffee extrahiert und zugleich der Wasserdampf für den Milchschaum erzeugt werden kann. Das geschieht folglich zeiteffizienter, was sich aber oftmals auch beim Preis dieser Modelle bemerkbar macht.

Ebenfalls recht weit verbreitet sind Siebträgermaschinen mit Dualboiler. Sie besitzen zwei voneinander getrennte Boiler, die für das Aufheizen zuständig sind. Einer dieser Kessel ist für die Kaffeezubereitung verantwortlich, der andere dient zum Erzeugen von Heißwasser und Dampf. Bei diesen Geräten lässt sich die gewünschte Temperatur punktgenau regulieren, wobei diese auch schnell erreicht ist. Gerade professionelle Baristas greifen auf die Siebträgermaschine mit Dualboiler zurück.

 

 

 

Die wichtigsten Bauteile einer Siebträgermaschine

Wir wollen die Siebträgermaschine nicht komplett bis auf die letzte Schraube auseinandernehmen. Dennoch werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Komponenten, die im Zusammenspiel für das geschmackvolle Ergebnis in der Tasse sorgen.

Sieb

 

Nicht ohne Grund ist von einer Siebträgermaschine die Rede. Im Siebträger befindet sich ein herausnehmbares Sieb. Dieses wird mit Espressopulver gefüllt. Echte Baristas mahlen frisch und verdichten es manuell, um das bestmögliche Geschmackserlebnis zu erzielen.

Brühsystem

Bei den Brühsystemen lässt sich in zwei Typen unterscheiden. Einige Siebträgermaschinen verfügen über einen Wärmeaustauscher. Der Brühkopf bleibt heiß, aber inaktiv. Dadurch wird das Überhitzen des Wassers verhindert. Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass keine lange Vorheizzeit nötig ist und die Maschinen schnell einsatzfähig sind.

Das Gros der Siebträgermaschinen ist allerdings mit einer federbelasteten Kammer ausgestattet. Dadurch baut sich der für die Zubereitung erforderliche Druck auf. Nach Ende des Brühvorgangs wird der Druck in die Abtropfschale gelenkt, damit er sich nicht weiter steigert.

Pumpe

Sie darf durchaus als ein Herzstück der Siebträgermaschine verstanden werden: Die Pumpe leitet das Wasser zum Brühkopf und sorgt schließlich dafür, dass es möglichst gleichmäßig durch den Siebträger strömt. Von der Leistung und der Qualität der Pumpe hängt in der Konsequenz das Geschmacksresultat des Espressos in ganz entscheidendem Maße ab. Weit verbreitet sind elektrische Pumpen. Die besonders hochwertigen, professionellen Siebträgermaschinen nutzen Rotationspumpen, die für eine enorme Langlebigkeit stehen und zumeist über eine höhere Kapazität verfügen.

Wasserbehälter

Weniger häufig anzutreffen sind Siebträgermaschinen, die über einen direkten Wasseranschluss verfügen. Üblicherweise besitzen die Modelle einen Wassertank, der regelmäßig wieder aufgefüllt werden muss. Wasser ist überhaupt ein gutes Stichwort. Die Qualität kann die Langlebigkeit der Maschine beeinflussen. Je härter und kalkhaltiger das Wasser ist, umso ungünstiger sind dadurch die Bedingungen. Gleichbedeutend steigt der Aufwand für die Pflege der Siebträgermaschine.

Ventil

Ein Crema-Ventil kennzeichnet nur die kleineren Maschinen. Dieses Bauteil ist im Siebträger integriert. Sobald ein bestimmter Druck erreicht wird, öffnet sich das Ventil, woraufhin die beliebte Crema entsteht. Größere Geräte verzichten auf diese Komponente, da sie mehr Leistung mitbringen und auf diese Weise genügend Temperatur und Druck erzeugen.

 

Die Crema als das i-Tüpfelchen beim Espresso

Zum Abschluss widmen wir uns noch einmal der Crema des Espresso im Detail. Immerhin gilt sie als die Krönung, das i-Tüpfelchen des Heißgetränks und passt damit hervorragend an diese Stelle. Damit sie entsteht, wird Druck benötigt. Er sorgt für eine Extraktion der Kaffeeöle und damit für die goldbraune Crema.

Wer die Feinjustierung seiner Siebträgermaschine noch nicht gefunden und den Eindruck hat, der Schaum könne etwas üppiger ausfallen, sollte auf den Mahlgrad der Bohnen achten. Unter Umständen lässt sich mit einem etwas gröberen Mahlgrad noch mehr Crema erzeugen.

 

Ideal für Siebträgermaschinen

Espresso

 

Ideal für Unentschlossene

Kaffeebereiter
Kaffeemaschinen
Kaffeemühlen
Espressomaschinen
Espressozubehör
Papierfilter
Tassen, Gläser, Becher
Wasserkocher

 

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