Kaffee gegen Kater – hilft das?

Kaffee gegen Kater – hilft das?

Seien wir mal ehrlich – jeder kennt es. Auf einen feucht-fröhlichen Abend folgt am nächsten Morgen ein ordentlicher Brummschädel. Im ungünstigsten Fall wehrt sich noch der Magen und der Kreislauf geht auch seinen eigenen Weg. Was schafft Abhilfe? Klar, mag es die mahnenden Worte geben, die von einem erhobenen Zeigefinger begleitet werden und dazu raten, am besten gar nichts zu trinken. Das mag vernünftig sein, aber wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, bringt das nichts. Deswegen zeigen wir dir, dass du mit einem Genussmittel dem Kater beikommen kannst.

Wie entsteht der Kater danach überhaupt?

Wer einen über den Durst trinkt, muss mit Kopfschmerzen am nächsten Morgen rechnen. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal die Frage gestellt, wie es überhaupt zu diesem – im wahrsten Sinne des Wortes – bösen Erwachen kommt. Der Körper nimmt Alkohol recht zügig auf. Nicht ganz so schnell ist er, wenn es um den Abbau geht. Die Leber kann pro Stunde rund sieben Gramm aus dem Organismus freisetzen.

Dafür steigt der Bedarf nach Wasser und Mineralstoffen. Dieser ist höher als die zuvor getrunkene Menge. Eine weitere ungünstige Eigenschaft von Alkohol besteht darin, dass er den Harndrang verstärkt. Aus diesen Gründen beschafft sich der Körper das notwendige Wasser aus den Organen. Dadurch entstehen die Symptome, die für einen Kater typisch sind. Neben Kopfweh kommen auch ein verstärktes Durstgefühl, Übelkeit und Schwindel hinzu.

Darum hilft Kaffee tatsächlich gegen Kater

Und nun soll Kaffee gegen die Kopfschmerzen nach einer langen Feiernacht helfen? Ja, in der Tat – dabei darfst du die Behauptung, das Bohnengetränk entziehe dem Körper Flüssigkeit, ins Reich der Fabeln verweisen. Vielmehr ist das im Kaffee enthaltene Koffein der Wirkstoff gegen den Kater. Allein die Tatsache, dass es auch als viel genutzte Komponente in Medikamenten gegen Kopfschmerzen vorkommt, dürfte als Beleg dienen.

Dabei passiert im Körper folgendes: Nachdem wir den Kaffee getrunken haben, gelangt das Koffein in den Blutkreislauf und darüber auch ins Gehirn. Es erweitert dort die verengten Blutgefäße. Die Folge ist eine verbesserte Durchblutung und damit ein effektives Abmildern der Kopfschmerzen.

Im Übrigen gibt es noch eine weitere Lösung: Dem Kaffee lässt sich etwas Zitronensaft hinzufügen. Angeblich stammt dieses, zugegeben etwas gewöhnungsbedürftige Hausmittel, von den Italienern. Sie haben in ihren Espresso einen Esslöffel Zitronensaft gekippt und stellten fest, dass ihr Kopfweh effektiv bekämpft wurde. Ob im Kaffee oder Espresso: Die Kombination mit der Zitronensäure funktioniert tatsächlich. Zitronensäure und Koffein sorgen im Verbund für die Blockade eines Enzyms, welches sogenannte Prostaglandine – dabei handelt es sich ganz einfach um chemische Verbindungen – freisetzt. Sie sind für die Weiterleitung von Schmerzen verantwortlich. Da dieses Enzym aufgehalten wird, merken wir die Kopfschmerzen kaum noch. 

Mit diesem Kaffee klappts bestimmt noch besser

Kaffee