Mit Kaffee abnehmen – geht das?

Mit Kaffee abnehmen – geht das?

Mit dem Thema Abnehmen hat sich vermutlich nahezu jeder schon einmal beschäftigt. Sei es, um etwas an der Figur für den Strandurlaub zu feilen oder um ein paar Pfunde nach den Feiertagen loszuwerden. Vielleicht besteht auch schlichtweg der Wunsch, wieder in das Lieblingskleid oder die Lieblingshose zu passen. Ganz gleich, worum es geht: Viele verbinden mit dem Thema Diät einen Verzicht. Es erklärt sich praktisch von selbst, dass Lebensmittel wie Kuchen oder Schokolade vom Ernährungsplan zu streichen sind. Ein Getränk muss aber ganz und gar nicht ausgeklammert werden. Im Gegenteil: Kaffee kann beim Abnehmen sogar hilfreich sein – zumindest, wenn Du ein paar Grundlagen berücksichtigst. 

Die Grundlagen einer Diät

Einfach ein paar Tassen Kaffee trinken und die Pfunde purzeln von selbst: Dass es nicht so simpel ist, ahnst Du natürlich schon. Und bevor wir uns überhaupt dem Bohnengetränk zuwenden, sprechen wir erst einmal die Basics an. Wer abnehmen möchte, muss über längere Zeit ein Kaloriendefizit einhalten. Was heißt das ganz konkret? Wenn Du mehrere Wochen lang weniger Energie zu Dir nimmst, als Du verbrauchst, verlierst Du Gewicht.

Das mag ganz simpel klingen, bedarf aber etwas Überlegung. Du darfst Dich nicht zu sehr geißeln und die Kalorienzufuhr zu arg reduzieren. Ideal ist ein Defizit von 200 bis 300 Kalorien täglich. Wenn Du Dich über Gebühr einschränkst, kann der Körper streiken. Er schaltet in den Überlebensmodus und versucht, das vorhandene Fett als Notreserve zu behalten, statt es zu verbrennen. Du solltest Dir beim Reduzieren der Kalorien außerdem noch etwas Luft lassen, wenn Du auf ein Plateau gelangst und nicht mehr abnimmst. Das Motto lautet dabei: Lieber gesund und moderat Gewicht verlieren, als mit der Brechstange.

In Sachen Ernährung verzichtest Du vor allem auf kurzkettige Kohlenhydrate wie Süßigkeiten oder Weißmehlprodukte. Sie lassen Deinen Insulinspiegel kurzzeitig in die Höhe schießen und anschließend schnell wieder abfallen. Die Folge sind Heißhungerattacken. Nutze als Energiequelle lieber komplexe Kohlenhydrate in Form von Reis, Haferflocken oder Vollkornprodukten. Sie sorgen für einen gleichmäßigen Insulinspiegel und sättigen länger. Ein sättigender Effekt geht auch von eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Fisch und Fleisch aus, die zugleich die vorhandene Muskulatur schützen. Kaum Kalorien enthalten außerdem zahlreiche Gemüsearten, von denen Du aber ruhigen Gewissen reichlich essen darfst.

So kommt Kaffee ins Spiel

Nun stellt sich freilich die Frage, welche Rolle Kaffee bei der Gewichtsreduktion spielt. Eine Antwort dafür liefert die von Dr. Bob Arnot entwickelte Kaffee-Diät, die er 2017 hervorbrachte. Er empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 720 Millilitern, die etwa drei Tassen des beliebten Heißgetränks entsprechen. Wer mehr verträgt, darf sich gern auch über die Vorgabe hinausbewegen. Dr. Arnot rät des Weiteren zu einer hellen Kaffeeröstung. Sie beinhaltet mehr Polyphenole, die als Antioxidantien wirken und somit noch einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Was beim Kaffeekonsum nicht vergessen werden darf: Zusätze wie Zucker, Milch oder Sahne sollten unbedingt gemieden werden, da sie natürlich den von Haus aus kalorienarmen Kaffee in eine Kalorienbombe verwandeln.

Die Qualitäten von Kaffee fürs Abnehmen

Kaffee schmeckt und kann offenbar beim Abnehmen helfen, aber wie genau und warum eigentlich? Diese Fragen gilt es, jetzt zu klären. Ganz entscheidend ist dafür das enthaltene Koffein, welches auch ein häufig anzutreffender Bestandteil von Fatburnern – Nahrungsergänzungsmitteln, die das Abnehmen erleichtern – ist. Koffein weist die Qualität auf, den Stoffwechsel anzukurbeln. Genau genommen fördert es die sogenannte Lipolyse. Gemeint ist damit der Prozess, bei dem Körperfett, aber auch Fett aus der Nahrung aufgespalten und für die Energieversorgung verwendet wird. Zudem hebt Koffein unseren Energieverbrauch leicht an. Indem es die Wärmeproduktion begünstigt, die auch als Thermogenese bekannt ist, steigt der Grundumsatz.

Als Freifahrtsschein für unbegrenzten Kaffeegenuss will dieser Hinweis jedoch nicht verstanden werden. Übertreibst Du es, gewöhnt sich dein Organismus daran und der Effekt verpufft schnell wieder. Deswegen sind die von Dr. Arnot empfohlenen drei Tassen täglich ein sehr guter Richtwert.

Nicht zuletzt ist Kaffee ein Appetitzügler. Allein schon durch den Genuss eines warmen Getränks entsteht das Gefühl, dass Du etwas mehr im Magen hast. Somit lässt sich Heißhunger entgegenwirken. Die Wirkung als Appetithemmer wurde auch wissenschaftlich untersucht. Idealerweise trinkst Du den Kaffee kurz vor einer Mahlzeit, um maximal von diesem Effekt zu profitieren.

Letztendlich gehört natürlich auch das Sporttreiben dazu, um Gewicht zu verlieren. Hier unterstützt Dich Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ebenfalls. Die leicht aufputschende Wirkung dürfte jeder Liebhaber des Bohnengetränks bestätigen können. Umso mehr Energie hast Du dadurch beim Workout. Koffein regt das Zentrale Nervensystem an und lässt die Herzfrequenz etwas steigen. Zudem steigert er die Kontraktionsfähigkeit des Herzens. Kurz gesagt: Du kannst intensiver trainieren und demzufolge umso mehr Kalorien verbrennen. 

Abnehmen mit Kaffee – aber richtig

Nur Kaffeetrinken und nichts an den Lebensgewohnheiten verändern – so hat noch niemand Gewicht verloren. Wer wirklich ein paar überschüssige Pfunde abwerfen möchte, muss dafür schon etwas mehr tun. Der wichtigste Schlüssel ist die Ernährung und die gezielte Auswahl von Lebensmitteln. Nur, wenn Du mehr Energie verbrennst als Du zu Dir nimmst und das über einen Zeitraum von mehreren Wochen tust, gelingt Dir das Abnehmen auch tatsächlich.

Kaffee kann Dir aber bei diesem Vorhaben durchaus helfen. Das enthaltene Koffein kurbelt Deine Leistungsfähigkeit an, was sich positiv auf Dein Training auswirkt. Sport unterstützt die Gewichtsreduktion wiederum. Je aktiver Du bist, umso mehr steigt Dein Energieverbrauch und umso mehr kannst Du essen. In einem gewissen Maße wirkt Kaffee außerdem als Appetitzügler und Stoffwechsel-Beschleuniger. Du solltest es aber nicht übertreiben. Gönnst Du Dir zu viel Koffein, gewöhnt sich der Körper schneller daran und der Effekt verpufft.

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