Koffeinentzug

Koffeinentzug

Schluss mit Kaffee? Wenn Du Dich dazu entscheidest, kein Koffein mehr zu konsumieren, musst Du deswegen nicht gleich auf das schwarze Heißgetränk verzichten. Immerhin kannst Du immer noch auf die entkoffeinierte Alternative zurückgreifen. Doch wie sieht es aus, wenn Du das Alkaloid mit der wachhaltenden Funktion aus Deinem Alltag verbannst? Wir bereiten Dich hier mit den passenden Infos darauf vor, wie Dein Körper unter Umständen reagiert, was genau im Organismus geschieht und wie Du das Vorhaben möglichst entspannt angehst.

 

Entkoffeinierter Kaffee


Typische Symptome bei Koffeinentzug

Ein Koffeinentzug mag sich bei jedem Menschen etwas unterschiedlich zu äußern, da jeder Körper anders reagiert. Zudem spielt hier eine Rolle, wie es um den allgemeinen gesundheitlichen Zustand bestellt ist und wie ausgiebig der Koffeingenuss im Vorfeld war. Wir fassen die gängigsten Symptome zusammen. Sie treten in aller Regel schon nach zwölf bis 24 Stunden ein, nachdem Du die letzte Tasse Kaffee getrunken hast. Es lässt sich auch nicht allgemeingültig sagen, wie lange sie anhalten. Oftmals verschwinden sie bereits nach wenigen Tagen. Unter Umständen beschäftigen sie den Einzelnen aber auch mehrere Wochen lang.

Sehr typisch sind Kopfschmerzen durch Koffeinentzug. In aller Regel beginnen sie hinter den Ohren. Der Grund dafür ist vermutlich die verringerte Geschwindigkeit des Blutflusses, die mit dem Verzicht einhergeht. Klar: Koffein zögert unsere Müdigkeit hinaus und gilt dementsprechend als kleiner Helfer, der uns wachhält. Dass sich die Schlafqualität verbessert, liegt daher durchaus nahe. Manche Menschen berichten allerdings davon, dass sie in der Anfangszeit des Koffeinentzugs schlechter schlafen – auch das ist also möglich.

Sogar Verstopfung kann eines der Symptome sein. Koffein hat eine harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung. Daran gewöhnt sich der Körper im Laufe der Zeit. Streichst Du dann plötzlich Koffein von Deinem Plan, ist eine gebremste Verdauungstätigkeit nicht auszuschließen. Dem trittst Du mit einem ganz simplen Mittel entgegen: Ein Glas Wasser mit Zitrone am Morgen regt die Verdauung wieder an und hat ganz nebenbei noch einen belebenden Effekt.

Weitere, denkbare Symptome bei Koffeinentzug sind unter anderem Übelkeit, Probleme mit dem Kreislauf, Energieverlust und ein Gefühl der Erschöpfung. Auch psychisch macht sich der Verzicht gegebenenfalls bemerkbar. Eine gewisse Lethargie oder eine schnellere Gereiztheit sowie ein Mangel an Konzentration sind nicht auszuschließen.

Was geschieht im Körper, wenn ihm Koffein entzogen wird?

Nun haben wir zusammengetragen, wie sich Koffeinentzug äußern kann. Was aber noch nicht erklärt ist: Was geht im Körper vor sich und wie kommt es überhaupt zu den Symptomen? Um das zu verstehen, schauen wir uns zunächst einmal an, was Koffein macht, wenn wir Kaffee genießen. Es sorgt dafür, dass verschiedene Stoffe wie Adrenalin, Dopamin oder Noradrenalin ausgeschüttet werden – wir kennen sie auch unter dem Sammelbegriff Glückshormone. Gleichzeitig verhindert Koffein die Aufnahme von Adenosin. Dieser Botenstoff ist eigentlich dafür verantwortlich, dass dem Körper ein Gefühl der Müdigkeit beschleicht. Insgesamt fühlen wir uns nach einer Tasse Kaffee konzentrierter, vitaler und wacher.

Doch bleibt der erneute Koffeinnachschub aus, wird dem Körper die Menge entzogen, an die er sich zuletzt gewöhnt hatte. Allerdings reagiert er durch die Einnahme von Koffein automatisch, indem er etwa die Rezeptorendichte wegen der Adenosin-Blockade erhöht. Dopamin und Noradrenalin sinken zudem im Blut – damit erklären sich ein Gefühl der Müdigkeit oder auch Folgen wie Lethargie und Antriebslosigkeit. Durch den Koffeinentzug entsteht im Körper ein gewisses chemisches Ungleichgewicht. Der Organismus ist darum bemüht, dies schnellstmöglich auszugleichen, woraufhin die Beschwerden nach einigen Tagen verschwinden.

Koffeinentzug – so geht es ganz entspannt

Den Koffeinentzug kannst Du prinzipiell auf zwei verschiedene Weisen angehen: Entweder auf die harte Tour und damit in Form eines kalten Entzugs oder lieber entspannter in Form einer Schritt-für-Schritt-Reduzierung. Der kalte Entzug bedeutet, dass Du einen Schlussstrich ziehst und von heute auf morgen kein Koffein mehr zu Dir nimmst. Wenn Du diesen Weg wählst, musst Du damit rechnen, dass Du die beschriebenen Symptome härter zu spüren bekommst. Auf der anderen Seite hast Du es schneller hinter Dich gebracht.

Die Alternative besteht darin, Deinen täglichen Koffeinkonsum in Etappen zu verringern. So erhält der Körper ausreichend Zeit, sich daran zu gewöhnen und reagiert weniger heftig oder Du wirst die Symptome gar nicht spüren. Hilfreiche Tipps sind darin zu sehen, sich anstelle des Kaffees ganz bewusst ein anderes Getränk zum Genießen auszusuchen, welches freilich frei von Koffein sein sollte – eine Cola erweist sich dementsprechend nicht als geeignete Lösung.

Ratsam ist es außerdem, auf eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr zu achten: Die nicht getrunkene Menge an Koffein ersetzt Du beispielsweise durch Wasser. Dann gelingt Dir der Verzicht entspannter. Übrigens: Neben dem eingangs bereits erwähnten entkoffeinierten Kaffee bietet sich mit Lupinenkaffee eine geeignete Alternative, bei der Du geschmacklich keinerlei Abstriche machst und die ebenfalls frei von diesem Alkaloid ist.

 

 

 

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